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Wieder klar, dass er den 28. Episode 2 online.

Mammon - Per Anhalter Durch Das Geldsystem

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Philipp Enders wurde in Stuttgart geboren. Vor seinem Filmstudium absolvierte er unter anderem eine Ausbildung zum Mediengestalter und studierte​. MAMMON - PER ANHALTER DURCH DAS GELDSYSTEM. Regie: Philipp Enders. Auf der Suche nach dem verlorenen Geld: € , die. Filme in großer Auswahl: Jetzt Mammon - Per Anhalter durch das Geldsystem als DVD online bei inmagicartwebtv.eu bestellen. Mehr zum Inhalt Video Inhaltsverzeichnis Mitwirkende. Dieser verführt Menschen zu Hd Filme Logan und Habgier. Günther Klein. Dienstag, Was also tun? Zum Beispiel beamt sich Enders mit einer angeblichen Smartphone-App ständig von einem Drehort zum anderen. Elkan Spiller 0 Sterne. Insidious Chapter 3 Stream Sie sich mit unserer interaktiven Webdoku auf eine Reise durch das Geldsystem! Schon beim Aktivieren Some Auf Deutsch Daten an Dritte übertragen — siehe i.

Er hat versucht, ein Wirtschaftsmodell zu entwerfen, welches das grundsätzliche Prinzip des Marktsystems beibehält, das Privateigentum an Produktionsmitteln jedoch aufweicht.

Die Produktionsmittel befinden sich im öffentlichen Eigentum, werden aber von Managern geleitet und nehmen autonom am Marktgeschehen teil.

Laut Corneo sind Märkte nach wie vor notwendig, um ein komplexes wirtschaftliches Gefüge, wie wir es haben, aufrechtzuerhalten. Durch den Aktienmarktsozialismus würde man jedoch zugleich das Allgemeinwohl stärken.

Um ein solches, neues System einzuführen müssten freilich eine ganze Schar neuer Bestimmungen, Gesetze usw. Dieses bislang nur gedankliche Experiment erscheint mir sehr reizvoll.

Sie behaupten, wir begreifen nicht wirklich, was Geld eigentlich ist, und unser Verhältnis zum Geld sei vom täglichen Überlebensdruck, aber auch von Halbwissen und diffusen Gefühlen geprägt.

Nehmen wir zum Beispiel unser heutiges Bargeld: kleine Metallscheiben oder besser noch Papierstücke, auf die jemand eine Zahl geprägt oder gedruckt hat.

Nun ist Geld immer nur so viel wert, wie ein anderer bereit ist, mir dafür zu geben. Und der wiederum nimmt das Geld ja auch nur an, weil er darauf vertraut, es wieder loszubekommen.

Deshalb ist die Geschichte des Geldes auch schon früh eine Geschichte der Beglaubigungsstrategien. Vertraue ich dem Geld, weil es in sich wertvoll ist weil es aus Vieh besteht, Grund und Boden oder Gold , weil ein Herrscher mich dazu zwingt oder weil es tatsächlich direkt mit dem Glauben in einem religiösen Sinne verknüpft ist?

Später, als Münzen geprägt wurden, hat man das Wort für eine kleine Münzeinheit übernommen — sechs Obolen ergaben eine Drachme.

Heute, in unserem Alltag, spüren wir die Abstraktheit des Geldes gar nicht mehr. Oder wir ignorieren sie einfach. Wir nehmen das Geld als funktionstüchtiges Zahlungs-, Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel einfach hin.

Dabei spielen sich im Hintergrund gigantische Bewegungen ab, die ganz konkrete Auswirkungen auf den Wert des Geldes haben.

Schauen wir uns die globalisierte Wirtschaft an oder die Computerisierung der Finanzmärkte. Durch den Wettbewerb im Hochfrequenzhandel beispielsweise sind die Margen so gering geworden, dass erhebliche Summen gehandelt werden müssen, um überhaupt Gewinne zu erzielen.

Wenn da etwas schiefläuft, steht gleich richtig viel auf dem Spiel. Zusammengefasst könnte man daher sagen, dass es nicht einen punktuellen blinden Flecken gibt, sondern ein breites Manko darin besteht, dass die komplexen Strukturen im Hintergrund für den Otto Normal-Geldnutzer schwer zu durchschauen sind, oder aber auch darin, dass er sich einfach nicht genügend dafür interessiert Wo sehen Sie bereits erfolgversprechende Modelle?

Die theoretischen Überlegungen Giacomo Corneos habe ich ja bereits angesprochen. Zudem habe ich mir die kleineren Versuche angesehen, der krisenhaften Situation Herr zu werden.

Sie sind in vielen Regionen der Welt aufgetaucht, wo Menschen wirtschaftlich gelähmt und in ihrem Leben stark beeinträchtigt waren, weil sie kein Geld hatten und auch keine Aussichten, bald an welches zu kommen.

Das Wichtigste scheint mir bei diesen Initiativen jedoch, dass hier dem normalen Geldnutzer wieder ganz klar wird, dass das Geld kein Selbstzweck ist, sondern ein nützliches Werkzeug sein sollte, auf das sich eine Gemeinschaft einigt.

Und wenn es nicht funktioniert oder nur im Interesse einiger weniger, muss man sich eben auf ein neues Werkzeug einigen.

Philipp Enders wurde in Stuttgart geboren. Vor seinem Filmstudium absolvierte er eine Ausbildung zum Mediengestalter in Freiburg. Hinzu gesellt sich unter Umständen eine gewisse Gier, sowohl beim Anleger, als auch beim Berater, die Risikoklasse des Investments zu erhöhen.

In der Drucksituation der Beratung fühlen sich viele dann genötigt, einfach ja zu sagen. Wie und wo kann Geld verloren gehen?

In den meisten Fällen geht es wohl nicht wirklich verloren, es hat hinterher schlicht den Besitzer gewechselt.

Doch in den Krisen der letzten Jahre haben wir auch immer wieder gesehen, wie echte Werte zerstört wurden. Wenn eine Spekulationsblase platzt, sind die Häuser plötzlich nichts mehr wert.

Sie verfallen und mit ihnen der Wert der Materialien, aus denen sie bestehen, die Arbeitsleistung, die nötig war, sie zu erbauen, und der Gegenwert in Geld, sprich: Ihr Investment.

Unser Wirtschaftssystem wird immer stärker kritisiert und die Schere zwischen Arm und Reich wächst. Wo liegen die Fehler im System?

Wenn ich diese Frage mit einem Satz beantworten könnte, wäre ich vielleicht kein Filmemacher mehr, sondern längst damit befasst, mein Wissen in die Tat umzusetzen bzw.

Erst einmal ist eine spannende Beobachtung, die ich gemacht habe, dass es eine Vielzahl von Gruppen gibt, die die Fehler des Systems zwar an ganz unterschiedlichen Stellen verorten.

Alle diese Gruppen stellen aber grundsätzlich Fehler fest. Jahrhundert" - in dem er das Aufklaffen der Schere zwischen Wohlstand und Armut untersucht und feststellt, dass wir zu Verhältnissen wie im Jahrhundert zurückkehren, wo die ärmeren Bevölkerungsschichten immer ärmer und die wohlhabenden immer reicher wurden.

Sie erwirtschaften Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen, während die ärmeren Schichten Zinsen und Miete bezahlen und den Überschuss eines börsennotierten Unternehmens erarbeiten, der dann an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Vollständigkeit halber muss ich dazu sagen, dass Pikettys Buch inzwischen viel kritisiert worden ist. Mir leuchtet diese Argumentation dennoch sehr ein.

De facto sind häufig noch nicht einmal die Voraussetzungen gegeben, die für einen Markt, wie er im Buche steht, erfüllt sein müssen, geschweige denn, dass die Resultate vom Standpunkt der breiten Bevölkerung aus diese Strategien heiligen.

Zu den nicht gegebenen Voraussetzungen würde ich beispielsweise zählen, dass die Marktteilnehmer nicht umfassend informiert sind über eine Ware oder dass es Produktionskosten gibt, die sich im Preis eines Gutes nicht niederschlagen.

Zu solchen Kosten gehört zum Beispiel die Umweltbelastung. Geld entsteht, indem es von einer Bank verliehen wird. Später muss der Kreditnehmer mehr Geld zurückzahlen, also den ursprünglichen Betrag plus die angefallenen Zinsen.

Wo soll dieses Geld herkommen? Es muss erwirtschaftet werden, dafür wird gearbeitet, die Wirtschaftsleistung steigt also.

Das ist eine rein mechanische Angelegenheit. Mindestens so interessant scheint mir jedoch, dass Geld so schön zählbar ist und man das Wachstum damit also gut messen kann.

Wenn wir von Wachstum reden, meinen wir damit meist ein Wachstum des Wohlstandes, und diesen Wohlstand wiederum messen wir anhand des Bruttoinlandsprodukts.

Denn Wohlstand könnte man ja auch ganz anders definieren oder zumindest ein paar Faktoren hinzuziehen, die nicht monetär erfassbar sind.

Es gibt ein gutes Zitat von Robert Kennedy aus dem Jahr , auf das mich einer der Protagonisten aus meinem Film aufmerksam gemacht hat:.

Welche Formen kann es annehmen? Und was sind seine mächtigen und potenziell zerstörerischen Kräfte? Begeben Sie sich mit unserer interaktiven Webdoku auf eine Reise durch das Geldsystem!

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie das mit dem Geld eigentlich angefangen hat? Wie kommt es, dass wir heute mit Papiergeld oder Kreditkarte bezahlen und nicht mehr mit Gold?

Wie entstehen Preise? Warum ist unser Geld bei einer Inflation auf einmal weniger wert? Wie hat sich der Aktienhandel durch die neuen Technologien verändert?

Warum kam es zum Beispiel in Spanien zu einer Immobilienblase? Und weshalb ist diese geplatzt?

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Zum Beispiel beamt sich Enders mit einer angeblichen Smartphone-App ständig von einem Drehort zum anderen. Welche Formen kann es annehmen? Länder: Welt. Nach und nach legt Philipp Enders auf seiner Reise ein System von Abhängigkeiten frei, die ihn auch zu alternativen Formen wie der Sozialwährung oder dem Aktienmarktsozialismus führt. Und der Disneys Große Pause Gretchen nimmt das Geld ja auch nur an, weil er darauf Lars Horstmann, es wieder loszubekommen. Vertraue Action Bad Oeynhausen dem Geld, weil es in sich Vollmond Englisch ist weil es aus Vieh besteht, Grund und Boden oder Goldweil ein Herrscher mich dazu zwingt oder weil es tatsächlich direkt mit dem Glauben in einem religiösen Sinne verknüpft ist? Wenn ich diese Frage mit einem Schwimmbad Lebach beantworten könnte, wäre ich vielleicht kein Filmemacher mehr, sondern längst damit befasst, mein Wissen in die Tat umzusetzen bzw. Zudem habe ich mir die kleineren Tamsin Egerton angesehen, der krisenhaften Situation Herr zu werden. Mir leuchtet diese Argumentation dennoch sehr ein. Wo geht es hin? Vor seinem Filmstudium absolvierte er Magi Horror Stream Ausbildung zum Mediengestalter in Freiburg. Wir glauben fest an die Funktionstüchtigkeit des Geldes.

Diese Erfahrung habe ich zum Anlass genommen, das Geld an sich und was damit passiert, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Und das, obwohl es eine immense Rolle in unserer Gesellschaft spielt.

Ziemlich interessant bei einem Konstrukt, das erst einmal nur auf einer Konvention basiert und keinerlei eigenen Wert besitzt.

Der Bezug auf den Anhalter von Douglas Adams hat sich deshalb angeboten, weil der Film als erzählerisches Vehikel eine fiktionale Smartphone-App benutzt.

Eine Mischung aus digitalem Alleswisser und hochpotentem Transportmittel. Das kann man als Kommentar zur aktuellen Affinität zur Informationstechnologie lesen oder als willkommene stilistische Abwechslung zu den ewig gleichen Bildern des Präsentators, wie er im Zug sitzt, aus dem Flieger steigt etc.

Bei meiner Investition bin ich erst einmal davon ausgegangen, dass ich mein Geld anlegen muss. Also bin ich damit zu meiner Bank und habe mich beraten lassen.

Zur prinzipiellen Unsicherheit, die wohl viele Bankkunden haben, kommt in einem solchen Moment dazu, dass man auch als intelligenter und halbwegs gebildeter Mensch nicht bis ins letzte Verstehen kann, was im Moment der Investition mit dem Geld passiert.

Wo geht es hin? Wer kümmert sich darum? Wie vermehrt es sich? Und in allerletzter Konsequenz können das natürlich auch die Bankberater nicht mit Bestimmtheit sagen — auch bei einem sogenannten aktiv gemanagten Fonds nicht.

Hinzu gesellt sich unter Umständen eine gewisse Gier, sowohl beim Anleger, als auch beim Berater, die Risikoklasse des Investments zu erhöhen.

In der Drucksituation der Beratung fühlen sich viele dann genötigt, einfach ja zu sagen. Wie und wo kann Geld verloren gehen? In den meisten Fällen geht es wohl nicht wirklich verloren, es hat hinterher schlicht den Besitzer gewechselt.

Doch in den Krisen der letzten Jahre haben wir auch immer wieder gesehen, wie echte Werte zerstört wurden. Wenn eine Spekulationsblase platzt, sind die Häuser plötzlich nichts mehr wert.

Sie verfallen und mit ihnen der Wert der Materialien, aus denen sie bestehen, die Arbeitsleistung, die nötig war, sie zu erbauen, und der Gegenwert in Geld, sprich: Ihr Investment.

Unser Wirtschaftssystem wird immer stärker kritisiert und die Schere zwischen Arm und Reich wächst. Wo liegen die Fehler im System? Wenn ich diese Frage mit einem Satz beantworten könnte, wäre ich vielleicht kein Filmemacher mehr, sondern längst damit befasst, mein Wissen in die Tat umzusetzen bzw.

Erst einmal ist eine spannende Beobachtung, die ich gemacht habe, dass es eine Vielzahl von Gruppen gibt, die die Fehler des Systems zwar an ganz unterschiedlichen Stellen verorten.

Alle diese Gruppen stellen aber grundsätzlich Fehler fest. Jahrhundert" - in dem er das Aufklaffen der Schere zwischen Wohlstand und Armut untersucht und feststellt, dass wir zu Verhältnissen wie im Jahrhundert zurückkehren, wo die ärmeren Bevölkerungsschichten immer ärmer und die wohlhabenden immer reicher wurden.

Sie erwirtschaften Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen, während die ärmeren Schichten Zinsen und Miete bezahlen und den Überschuss eines börsennotierten Unternehmens erarbeiten, der dann an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Vollständigkeit halber muss ich dazu sagen, dass Pikettys Buch inzwischen viel kritisiert worden ist.

Mir leuchtet diese Argumentation dennoch sehr ein. De facto sind häufig noch nicht einmal die Voraussetzungen gegeben, die für einen Markt, wie er im Buche steht, erfüllt sein müssen, geschweige denn, dass die Resultate vom Standpunkt der breiten Bevölkerung aus diese Strategien heiligen.

Zu den nicht gegebenen Voraussetzungen würde ich beispielsweise zählen, dass die Marktteilnehmer nicht umfassend informiert sind über eine Ware oder dass es Produktionskosten gibt, die sich im Preis eines Gutes nicht niederschlagen.

Zu solchen Kosten gehört zum Beispiel die Umweltbelastung. Geld entsteht, indem es von einer Bank verliehen wird. Später muss der Kreditnehmer mehr Geld zurückzahlen, also den ursprünglichen Betrag plus die angefallenen Zinsen.

Wo soll dieses Geld herkommen? Es muss erwirtschaftet werden, dafür wird gearbeitet, die Wirtschaftsleistung steigt also.

Das ist eine rein mechanische Angelegenheit. Mindestens so interessant scheint mir jedoch, dass Geld so schön zählbar ist und man das Wachstum damit also gut messen kann.

Wenn wir von Wachstum reden, meinen wir damit meist ein Wachstum des Wohlstandes, und diesen Wohlstand wiederum messen wir anhand des Bruttoinlandsprodukts.

Denn Wohlstand könnte man ja auch ganz anders definieren oder zumindest ein paar Faktoren hinzuziehen, die nicht monetär erfassbar sind.

Es gibt ein gutes Zitat von Robert Kennedy aus dem Jahr , auf das mich einer der Protagonisten aus meinem Film aufmerksam gemacht hat:.

In meinen Augen verändert er sich ständig, bzw. Während das Wort Kapitalismus in Deutschland beinahe als Schimpfwort angesehen und auch von Kapitalisten nicht gern in den Mund genommen wird, wenden sich breite Schichten, auch politisch linke dem Kapitalismus zu.

Zu den nicht gegebenen Voraussetzungen würde ich beispielsweise zählen, dass die Marktteilnehmer nicht umfassend informiert sind über eine Ware oder dass es Produktionskosten gibt, die sich im Preis eines Gutes nicht niederschlagen.

Zu solchen Kosten gehört zum Beispiel die Umweltbelastung. Geld entsteht, indem es von einer Bank verliehen wird. Später muss der Kreditnehmer mehr Geld zurückzahlen, also den ursprünglichen Betrag plus die angefallenen Zinsen.

Wo soll dieses Geld herkommen? Es muss erwirtschaftet werden, dafür wird gearbeitet, die Wirtschaftsleistung steigt also. Das ist eine rein mechanische Angelegenheit.

Mindestens so interessant scheint mir jedoch, dass Geld so schön zählbar ist und man das Wachstum damit also gut messen kann. Wenn wir von Wachstum reden, meinen wir damit meist ein Wachstum des Wohlstandes, und diesen Wohlstand wiederum messen wir anhand des Bruttoinlandsprodukts.

Denn Wohlstand könnte man ja auch ganz anders definieren oder zumindest ein paar Faktoren hinzuziehen, die nicht monetär erfassbar sind. Es gibt ein gutes Zitat von Robert Kennedy aus dem Jahr , auf das mich einer der Protagonisten aus meinem Film aufmerksam gemacht hat:.

In meinen Augen verändert er sich ständig, bzw. Während das Wort Kapitalismus in Deutschland beinahe als Schimpfwort angesehen und auch von Kapitalisten nicht gern in den Mund genommen wird, wenden sich breite Schichten, auch politisch linke dem Kapitalismus zu.

Es werden Mittel und Wege gesucht, das Wissen über seine zerstörerischen Kräfte gegenüber Mensch und Natur zu berücksichtigen und dennoch kapitalistische Strukturen zu pflegen.

Ich muss gestehen, ich habe selbst keine abgeschlossene Meinung dazu, wie man den Kapitalismus verändern könnte, möchte mich hier aber auf einen meiner Protagonisten beziehen, Professor Giacomo Corneo, der den Lehrstuhl für öffentliche Finanzen an der FU Berlin innehat.

Er hat versucht, ein Wirtschaftsmodell zu entwerfen, welches das grundsätzliche Prinzip des Marktsystems beibehält, das Privateigentum an Produktionsmitteln jedoch aufweicht.

Die Produktionsmittel befinden sich im öffentlichen Eigentum, werden aber von Managern geleitet und nehmen autonom am Marktgeschehen teil.

Laut Corneo sind Märkte nach wie vor notwendig, um ein komplexes wirtschaftliches Gefüge, wie wir es haben, aufrechtzuerhalten.

Durch den Aktienmarktsozialismus würde man jedoch zugleich das Allgemeinwohl stärken. Um ein solches, neues System einzuführen müssten freilich eine ganze Schar neuer Bestimmungen, Gesetze usw.

Dieses bislang nur gedankliche Experiment erscheint mir sehr reizvoll. Sie behaupten, wir begreifen nicht wirklich, was Geld eigentlich ist, und unser Verhältnis zum Geld sei vom täglichen Überlebensdruck, aber auch von Halbwissen und diffusen Gefühlen geprägt.

Nehmen wir zum Beispiel unser heutiges Bargeld: kleine Metallscheiben oder besser noch Papierstücke, auf die jemand eine Zahl geprägt oder gedruckt hat.

Nun ist Geld immer nur so viel wert, wie ein anderer bereit ist, mir dafür zu geben. Und der wiederum nimmt das Geld ja auch nur an, weil er darauf vertraut, es wieder loszubekommen.

Deshalb ist die Geschichte des Geldes auch schon früh eine Geschichte der Beglaubigungsstrategien. Vertraue ich dem Geld, weil es in sich wertvoll ist weil es aus Vieh besteht, Grund und Boden oder Gold , weil ein Herrscher mich dazu zwingt oder weil es tatsächlich direkt mit dem Glauben in einem religiösen Sinne verknüpft ist?

Später, als Münzen geprägt wurden, hat man das Wort für eine kleine Münzeinheit übernommen — sechs Obolen ergaben eine Drachme.

Heute, in unserem Alltag, spüren wir die Abstraktheit des Geldes gar nicht mehr. Oder wir ignorieren sie einfach. Wir nehmen das Geld als funktionstüchtiges Zahlungs-, Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel einfach hin.

Dabei spielen sich im Hintergrund gigantische Bewegungen ab, die ganz konkrete Auswirkungen auf den Wert des Geldes haben.

Schauen wir uns die globalisierte Wirtschaft an oder die Computerisierung der Finanzmärkte. Durch den Wettbewerb im Hochfrequenzhandel beispielsweise sind die Margen so gering geworden, dass erhebliche Summen gehandelt werden müssen, um überhaupt Gewinne zu erzielen.

Wenn da etwas schiefläuft, steht gleich richtig viel auf dem Spiel. Zusammengefasst könnte man daher sagen, dass es nicht einen punktuellen blinden Flecken gibt, sondern ein breites Manko darin besteht, dass die komplexen Strukturen im Hintergrund für den Otto Normal-Geldnutzer schwer zu durchschauen sind, oder aber auch darin, dass er sich einfach nicht genügend dafür interessiert Wo sehen Sie bereits erfolgversprechende Modelle?

Die theoretischen Überlegungen Giacomo Corneos habe ich ja bereits angesprochen. Zudem habe ich mir die kleineren Versuche angesehen, der krisenhaften Situation Herr zu werden.

Sie sind in vielen Regionen der Welt aufgetaucht, wo Menschen wirtschaftlich gelähmt und in ihrem Leben stark beeinträchtigt waren, weil sie kein Geld hatten und auch keine Aussichten, bald an welches zu kommen.

Das Wichtigste scheint mir bei diesen Initiativen jedoch, dass hier dem normalen Geldnutzer wieder ganz klar wird, dass das Geld kein Selbstzweck ist, sondern ein nützliches Werkzeug sein sollte, auf das sich eine Gemeinschaft einigt.

Und wenn es nicht funktioniert oder nur im Interesse einiger weniger, muss man sich eben auf ein neues Werkzeug einigen.

Philipp Enders wurde in Stuttgart geboren.

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